Dublin the dirty old town

"Sláinte"

 

Vergangenes Wochenende war ich spontan mit meinen Mädels in Dublin. Irland ist ein faszinierendes Land, welches mich immer wieder begeistert. Vor Jahren habe ich einen zwölfwöchigen Kochkurs bei der berühmtesten Köchin Irlands –Darina Allen- in Shanagarry bei Cork gemacht. Ein paar Jahre später habe ich mich dann mit meinen Freunden, die ich während des Kochkurses kennen gelernt hatte, zu einem Revival Wochenende zum Oyster und Guinness Festival in Galway an der Westküste getroffen. Das war einfach spitze.

Nun ging es aber wie gesagt nach Dublin. Dublin lockt das ganze Jahr hindurch mit Sehenswürdigkeiten, Pubs, der einzigartigen Kulisse und kulinarischen Highlights. Wir haben uns ein wenig durch die Stadt treiben lassen, haben das gute Essen genossen, das weltberühmte Guinness und irischen Whiskey getrunken… Einfach herrlich. Die Stadt von Samuel Beckett und James Jocye eignet sich perfekt für einen längeren Wochenendtrip.

Nachdem wir unser Gepäck im Hotel angestellt hatten, ging es direkt auf Städteerkundung. Am frühen Freitagnachmittag herrschte bereits typische Dubliner Atmosphäre in den Gassen des Ausgehviertels Temple Bar und in der Haupteinkaufsstraße Grafton Street. Straßenmusiker, James-Joyce-Nachahmer und Selbstdarsteller aller Art sind von Zuschauern umlagert; aus dem einen oder anderen Pub dringt schon Livemusik. Um auf den Dubliner Geschmack zu kommen, ist es höchste Zeit für ein erstes Glas Guinness. Danach folgte eine Bootsfahrt auf dem Liffey River, die mitten hinein in die Docklands führt. Seit den 90er-Jahren wurden dort die heruntergekommenen Hafenanlagen in ein schickes Wohn- und Büroviertel verwandelt. Höhepunkt ist die Samuel Beckett Bridge, entworfen vom renommierten Architekten Santiago Calatrava. Die Brücke wurde per Schiff in einem Stück von Rotterdam nach Dublin verfrachtet, ihr Design erinnert an eine Harfe, das nationale Symbol Irlands.

Am nächsten Tag ging es für uns Mädels mit dem Bus zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Trinity College, Dublin Castle, St Patrick's Cathedral, Dublin Zoo und National. Dublins literarisches Weltwunder durfte da natürlich nicht fehlen: The Book of Kells ist eine handgeschriebene Bibel aus dem frühen neunten Jahrhundert, die wegen ihrer großartigen farbigen Illustrationen berühmt ist. In der Bibliothek des Trinity College ist das Original zu sehen. Nach der Stadtrundfahrt verschlug es uns zum High Tea in den plüschig-vornehmen "Lord Mayor's Room" des "Shelbourne Hotels". Zahlreiche Teesorten stehen zur Auswahl, dazu werden Sandwich-Häppchen, Gebäck und Marmelade serviert. Das Hotel ist historischer Boden: Hier wurde 1921 der Vertrag unterzeichnet, der anschließend zum Bürgerkrieg und zur Teilung Irlands führte. Abends folgte der unerlässliche "Pub Crawl", ein ausgiebiger Zug durch die Dubliner Kneipenszene. Die Auswahl ist groß, die Stadt hat fast tausend Pubs. Fast überall ist Livemusik zu hören. Die Stimmung ist phänomenal und nimmt uns in ihren Bann. Es dauert nicht lange und wir sind mitten drin, summen mit zu den Liedern. Schunkeln, stoßen mit wildfremden Menschen mit Guinness und einem heiteren "Sláinte"an, ziehen von Pub zu Pub und machen die Nacht zum Tage.  Nach einem ausgiebigen typisch irischen Frühstück am nächsten Morgen, bestehend aus Schinken, Speck, pochiertem Ei, warmer Blut- und Leberwurst, Pfannkuchen, gegrillten Tomaten und Champignons treten wir beschwingt unsere Rückreise an.

 

See you!

 

 

Sweet kisses von Eurer Anne

Kommentar schreiben

Kommentare: 0